Kompressionsstrümpfe gegen Thrombose und eine Lungenembolie

Eine Thrombose entsteht, wenn die Blutgerinnung in den Beinen verlangsamt ist und somit die Gefäße verstopft. Kompressionsstrümpfe können helfen, einer Thrombose und den möglichen Folgen vorzubeugen.




Was Kompressionsstrümpfe bewirken

Kompressionsstrümpfe im Einsatz gegen Thrombose und eine Lungenembolie.Kompressionsstrümpfe üben vereinfacht gesagt Druck auf die Beine und speziell auf die Knöchel aus. Dadurch soll dem Druck des Blutes, welches von innen gegen die Venenwände drückt, entgegengewirkt werden. Kompressionsstrümpfe verengen also die Venen und sorgen so dafür, dass das Blut leichter und ohne Druck auf die Venenwände auszuüben, fliesen kann. Durch die gesteigerte Zirkulation gerinnt das Blut auch weniger leicht, wodurch diversen Erkrankungen vorgebeugt werden kann. Neben oberflächlichen Entzündungen kann ein unbehandeltes Venenleiden auch tiefe Thrombosen und Krampfadern zur Folge haben. Löst sich dann ein Blutgerinnsel und gelangt in die Lunge, kann es zu einer Lungenembolie kommen, welche unter Umständen sogar zum Tod führen kann. Deshalb empfiehlt es sich, bei einer entsprechenden Veranlagung oder Tätigkeiten, welche die Beine belasten, Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Vorbeugung durch Kompressionsstrümpfe
Stützstrümpfe werden mittlerweile von vielen Menschen getragen, um Venenerkrankungen in den Beinen vorzubeugen. Gerade Menschen, die eine stehende Tätigkeit ausüben oder sich für längere Zeit nicht bewegen, setzen auf Kompressionsstrümpfe. Diese sind in verschiedenen Varianten erhältlich, die unterschiedlich viel Druck auf die Beine ausüben. Insbesondere auf Langstreckenflügen besteht ein hohes Risiko einer Thrombose. Bedingt durch die eingeengte Sitzhaltung und die vergleichsweise trockene Luft wird die Durchblutung der Beine gehemmt, wodurch der Druck auf die äußeren Venen erhöht wird. Werden jedoch entsprechende Kompressionsstrümpfe getragen, kann das Thrombose-Risiko um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Auch im Alltag bewirken einfache Stützstrümpfe schon eine Menge. Sie fördern die Durchblutung der Beine und mindern das Risiko einer Thrombose.

Es gibt vier verschiedenen Kompressionsklassen:

  • CCL 1: Kompressionsstrümpfe mit geringem Druck, welche sich zur Vorbeugung eignen.
  • CCL 2: Höhere Kompression, die zumeist bei bereits bestehenden Venenleiden eingesetzt wird.
  • CCL 3: Hohe Kompression zur gezielten Behandlung einer Thrombose.
  • CCL 4: Höchste Kompression, welche nur bei schweren Venenerkrankungen zum Einsatz kommt.




Die einzelnen Klassen sind noch einmal in unterschiedliche Grade eingeteilt, die in mmhG angegeben werden. Zudem gibt es unterschiedliche Ausführungen wie etwa Halbschenkel- oder Oberschenkel-Länge. Ebenso existieren mittlerweile Kompressionsstrümpfe für Hände und Arme, wobei diese sich nicht zur Vorbeugung eignen.